Sarajevo – Zürich: UNLIMITED

Sarajevo / Zürich 2017


Sarajevo erlebte im vergangenen Jahrhundert drei Kriege
(1. Weltkrieg, 2. Weltkrieg, Bosnien-Krieg)
In dieser Zeit konnte sich Zürich kontinuierlich weiterentwickeln.

Geopolitics of the unlimited connects incompatible spaces wherein different realities simultaneously operate, in this case the cities of Zurich and Sarajevo. How is an open and emancipated way of thinking and acting possible at present? How do we respect – in a democratic way – conflicting opinions? This project demonstrates it in microcosm. The artists from Zurich took aspects from the plethora of information available in Zurich, experience and ideas embedded in collective memory that they find indicative and characteristic. Dealing with the known and the unknown, the foreign and familiar, they produced works that are more than just the documentation of familiar ideas or a reflection of their own social conventions, yearnings and fears. The creative process turns new images into reality. These images are contrasted by works of the artists from Sarajevo. Their view of their city, their country and their people is characterised by dealing with their own past, present and a possible future, and their idea of how Sarajevo, the country and the people, are perceived in Europe. The exhibited works which commonly address the city of Sarajevo use different strategies to investigate liminal spaces, their boundaries and assigned geopolitical borders, in confines of which wars by all means and wars by other means are alternately being led.

Die Geopolitik des Unbegrenzten verbindet inkompatible Räume, in denen verschiedene Realitäten gleichzeitig funktionieren, in diesem Fall die Städte Sarajevo und Zürich. Wie kann heute eine offene und emanzipierte Denk- und Handlungsweise möglich sein. Wie lebt der demokratische Respekt vor den anderen Meinungen. Dieses Ausstellungsprojekt zeigt es im Kleinen. Aus einer Fülle von Informationen, die über Sarajevo in Zürich verfügbar sind, Erfahrungen und Vorstellungen, die im künstlerischen Gedächtnis verhaftet sind, haben die Kunstschaffenden aus Zürich Aspekte herausgegriffen, die für sie bezeichnend und aussagekräftig sind. Durch die Auseinandersetzung mit Bekanntem und Unbekanntem, Fremden und Eigenen entstanden Werke, die nicht lediglich Dokumentation vertrauter Vorstellungen oder Reflex der eigenen gesellschaftlichen Konventionen, Sehnsüchte und Ängste sind. Durch den kreativen Prozess werden neue Bilder Realität. Diesen Bildern gegenüber stehen die Werke der Künstlerinnen und Künstler aus Sarajevo. Ihr Blick auf ihre Stadt, ihr Land und ihre Bevölkerung ist gekennzeichnet durch die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit, Gegenwart und einer möglichen Zukunft und ihrer Vorstellung, wie Sarajevo, Land und Leute in Europa wahrgenommen werden. Die ausgestellten Arbeiten, die sich meist der Stadt Sarajevo widmen, setzen verschiedene Strategien ein, um Räume, ihre Begrenzungen und die zugewiesenen geopolitischen Grenzen auszuloten, in deren Bereichen abwechselnd Kriege mit allen und Kriege mit anderen Mitteln geführt werden.

Künstler_innen wurden eingeladen geschichtsbewusst und zukunftsgerichtet Räume und Kunsträume zu gestalten
– ohne Einschränkung für Geist, Zeit und Raum. Dieser wache Blick heisst, unlimited.

„…Die Beteiligten aus den beiden Städten sind sehr unterschiedlich und zeigen so die Vielfalt europäischer Kultur und Identität. Auch kommen verschiedene Kunstbegriffe zusammen, ganz unterschiedliche Kunstschulen und Generationen. … Wie kann heute eine offene und emanzipierte Denk- und Handelsweise möglich sein? Wie lebt der demokratische Respekt vor den anderen Meinungen? …Wie leben wir? Wovon leben wir? Wohin wollen wir? Woher kommen wir? Die Motivation künstlerischer Arbeit und die Art ihrer Umsetzung ist stark mit uns als Personen verbunden…“
Michael Hiltbrunner

Installation, Video, Malerei, Zeichnung, Fotografie, Skulptur und Literatur sind die Ausdrucksmittel,
welche die Künstler/innen aus Sarajevo und Zürich für das Sichtbarmachen ihrer Gedankengänge verwenden.

Mit Textbeiträgen von:
Andreja Dugandžić, Franz Hohler, Melinda Nadj Abonji, Monika Kölz-Ott, Jelena Petrović, Ilma Rakusa, Faruk SehićNenad Veličković

Die Künstler/innen:
Ursula Baur, Baltensperger + Siepert, Lana Čmajčanin, Chiara Fiorini + Dominique Starck, Jusuf Hadžifejzović,
Dženan HadžihasanovićAnita Hahn, Heidi Hahn, Adela Jušić, Jim Marshall, Bojan Stojčić, Christoph Zihlmann

Die Musiker:
Balthasar Streiff, Marco Käppeli, Dominique Starck, DJ Borgie

 

 

 

TransAlpin
Wien – Zürich: Reisen mit allen Sinnen

Wien / Zürich 2013

Im Spannungsfeld von gelebter Erfahrung und fiktiven Reisen sind Kunstschaffende aus Zürich und aus Wien auf geistige Wanderschaft gegangen und haben ihre Eindrücke der jeweils anderen Stadt zu einem Werk verdichtet. Voraussetzung für das Erkennen des Fremden ist dabei das Bewusstsein der eigenen Identität – oder frei nach Horaz: Das Klima, nicht die Gesinnung ändern die, die über die Alpen fahren.

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