René Fehr-Biscioni
www.fehr-biscioni.ch

«Flugzeuge, zum Beispiel – Flugzeuge sind heutzutage nichts Besonderes mehr.
Die Firma zahlt sowieso lieber ein Flugbillett als die lange Bahnfahrzeit, wenn einer
geschäftlich in Düsseldorf zu tun hat. Flugzeuge sind laut und rasseln; die Nachbarn
sind unfreundlich; wenn Dinkelsbühl unter der Tragfläche liegt, sieht man nichts von
Dinkelsbühl; und es passt nicht zu einem Flugzeug, wenn man einen karierten Anzug
trägt. Flugzeuge sind eine militärische Erfindung. Niemand freut sich, wenn ein Flugzeug
kommt.» Rainer Zimnik, Geschichten vom Lektro

Etwas anderes: die Eisenbahn. Mit der Eisenbahn übers Land zu fahren, ist etwas
Wunderbares und Aufregendes zugleich. Das wusste auch der Lektro und wenn er
von Zürich nach Wien gefahren wäre – er wohnte ja eigentlich in München – so hätte
er bestimmt den „Transalpin“ benutzt, sich an ein Fenster gesetzt und die Landschaft
an sich vorbeiziehen lassen. Und wenn er nicht in Hütteldorf ausgestiegen wäre, um
auf die U4 zu wechseln, so hätte er vielleicht am Westbahnhof eine 52 oder 58 bestiegen
und hätte sich die innere Mariahilferstraße entlang Richtung Burgring schaukeln
lassen – das konnte man damals noch.

Ja, er hätte wohl die Straßenbahn genommen, denn mit der Straßenbahn durch die
Stadt zu fahren ist etwas Wunderbares und Aufregendes zugleich.

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René Fehr-Biscioni: Geboren 1958. Lebt und arbeitet in Winterthur/ZH. Studium an der Universität für angewandte Kunst Wien, Prof. Hutter. Magister Artium. Intensive Auseinandersetzung mit Holzschnitt und Malerei. Diverse Auszeichnungen. Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.

 

 

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