Ursula Baur

Übergang oder die andere Befindlichkeit

In meinen künstlerischen Arbeiten beschäftige ich mich unter anderem mit bewegten Körpern, so auch in meinem hier ausgestellten sechsteiligen Werk „Übergang oder die andere Befindlichkeit“ aus den Jahren 1995/2016. Das körperbetonte, plastische Arbeiten mit Epoxydharz und textilen Fasern nimmt in meinem künstlerischen Schaffen eine wichtige Rolle ein. Damit betone ich den metaphorischen Charakter meiner Arbeiten und deren Bezug zu persönlichen Erfahrungen.
Meine raumgreifenden Objekte verstehe ich als Metaphern des Wandels, des Aufbegehrens, des Widerstands in einer Welt der rasanten Veränderungen und kriegerischen Auseinandersetzungen. Gleichzeitig sind sie mit ihren textilen Einprägungen auf der Oberfläche Ausdruck der Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit des menschlichen Körpers, der menschlichen Existenz schlechthin.
Je nach Betrachtungsweise bringen sie vielfältige und kognitive Erkenntnisprozesse in Gang, schaffen einen Bezug zum immerwährenden Verlauf von Werden und Vergehen.

Ursula Baur:

Besuchte die F+F-Schule sowie die Kunstgewerbeschule in Zürich. Von 1993 bis 2004 war Ursula Baur Dozentin für plastisches Gestalten an der Zürcher Hochschule für Gestaltung und Kunst, von 1996 bis 2009 Ausstellungskuratorin in der Paulus-Akademie Zürich und 2000 Gastdozentin an der Technischen Universität München. Seit 1972 ist sie Mitglied von visarte. Ursula Baur beteiligt sich regelmässig an Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.

 

 

Transition or the Other Sensibility

In my artistic work I concentrate among other things on moving bodies, as in the six-part work “Transition or the Other Sensibility” from the years 1995/2016 that is exhibited here. The emphatically physical sculptural pieces, made of epoxy resin and cloth fibre, comprise an important segment of my artistic work.
Thereby I emphasize the metaphoric character of my work and its reference to personal experience.
I see my space-filling objects as metaphors of change, protest and resistance in a world of rapid transitions and military conflicts. At the same time, because of their textile-imprinted surface, they are an expression of the fragility and vulnerability of the human body, of human existence per se.
Depending on the point of view, they initiate many-faceted cognitive processes and establish a connection to the perpetual course of becoming and passing away.

 

Attended the F+F School as well as the Kunstgewerbeschule in Zurich. From 1993 to 2004 she worked as a lecturer for plastic design at the Zurich University of Design and Art. From 1996 to 2009 she curated the exhibitions at the Paulus-Akademie Zürich and in 2000 she was a guest lecturer at the Munich Technical University. Since 1972 she has been a member of visarte. Ursula Baur regularly participates in national and international individual and group exhibitions.